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Herzlich willkommen auf dem Blog von Jimmy2

Hier berichten wir von unseren Reisen mit dem Wohnmobil

15. Januar 2023
by admin
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Mohammedia – El Jadida Marokko

#logbuchjimmy2ch Tag 464
Mohammedia – El Jadida MA 135 km
3 Stunden unterwegs über Land auf der N1
Parkplatz bei Hotel Ibis
25 DH kein Service
33.2449, -8.4893 4 MüM

Sonntag, 15. Januar 2023

Wir lassen uns Zeit beim Aufstehen. Auch die Sonne läst sich Zeit. Bevor wir losfahren machen wir Frühstück. Unterwegs hat es sicher nirgends Platz zum Anhalten.

Ich mache die Ver- und Entsorgung und bezahle meinen Aufenhalt 700 DH für 7 Nächte entsprechend 70 Euro/SFr.

Kurz nach 10 Uhr fahren wir los. Geplant war Überland zu fahren. Aber ich habe vergessen bei GoggleMaps anzugeben, dass wir keine Mautstrassen fahren wollen. So stehen wir kurze Zeit später vor der geschlossenen Schranke bei der Autobahneinfahrt. Ich habe die falsche Einfahrt genommen. Hier braucht es einen Batch. Also langsam wieder aus der Einfahrt retour fahren. Eigentlich streng verboten. Zumindest in Europa. Aber scheint hier kein Problem zu sein. Ist auch nichts los auf der Einfahrt zur Autobahn.

Dann nehme ich die richtige Einfahrt und bezahle 16 DH. Bis wie weit? Keine Ahnung. Wir fahren einfach los. Es geht Richtung Casablanca. Etwas später kommt die nächste Zahlstelle. 12 DH. Ich teile GoogleMaps mit, dass ich nun keine Mautstrassen mehr fahren möchte.

Einige Zeit später verlassen wir die Autobahn und fahren auf der N1 Richtung El Jadida. Durch Dörfer mit Märkten und viel Betrieb. Es ist Sonntag. Da ich in Marokko am Steuer bin, kann ich keine Fotos machen. Diese macht Christa. Hier einige von dieser Fahrt.

Früchtehändler am Strassenrand
so sieht das hier in den Dörfern aus
Docker mit Kaffeeautomat an Board
so viele Esel (tierischer Natur) habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen
viele sind mit den Motorrädern unterwegs – zu 2. oder zu 3. mit einem Kind dazwischen
Floh-Markt am Strassenrand – hier wird alles verkauft was zu verkaufen ist
Markt
da wird es etwas eng – im Rückspiegel sehe ich, dass mich von rechts einer überholen will

Und dann kommt uns noch dies Fahrzeug entgegen.

Kurz nach 13 Uhr kommen wir in El Jadida an. Laut P4N kann man an der Strasse beim Hotel IBIS parkieren und übernachten. So ist es auch. Von einem Parkwächter werden wir eingewiesen.

Es ist viel los hier. Unzählige Surfer am Strand und Spaziergänger an der Promenade.

Um 14 Uhr spazieren wir los.

Der Promenade entlang zur Cité Portugaise. El Jadida wurde 1502 als portugiesische Festung Mazagâo gegründet. Die in den Reiseführern erwähnte Citerne ist wegen Renovation leider geschlossen. Auch sonst ist die Stadt in den Festungsmauern auf Touristen ausgerichtet.

Christa muss jeden Laden anschauen und wird entsprechend angesprochen. Ich muss dann jeweils übersetzen und denen sagen, dass wir nichts kaufen wollen. Vielfach tönt es dann wie in der Türkei wenn man aus dem Laden geht ohne was zu kaufen.

Wir spazieren auf der Festungsmauer entlang und machen Fotos. Eine schöne Aussicht auf die Stadt, den Atlantik und den sehr aktiven Fischerhafen.

Wir verlassen die Festung und spazieren weiter. Plötzlich befinden wir uns mitten in den Suks.

Hier pulsiert das Leben im wahrsten Sinne. Wir setzen uns in ein Café und schauen dem Treiben zu.

Weiter geht es immer gegen den Uhrzeigersinn. So kommen wir zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Es ist Zeit etwas zu essen. Christa hat Lust auf Fisch. Fischlokale hat es hier genügend. Wir sind ja an einem Fischerhafen. Wir steuern ein Lokal an und ich frage ob es ausser Fisch auch etwas anderes zu essen gibt. Der Kellner lacht und meint nein. Ich könne eine Pizza haben wenn ich unbedingt wolle. Will ich nicht.

Wir gehen weiter und ich sehe ein Lokal im 1. Stock direkt am Hafen.

Da gehen wir rein. Viele Einheimische essen hier. Wir sind die einzigen Touristen. Wieder frage ich ob es auch was anderes gibt als Fisch. Sicher. Es gibt auch Pizza. Wir bleiben und bekommen einen schönen Fensterplatz mit Blick auf den Hafen wo die Fischerboote ein und ausfahren.

Christa bestellt Shrimps.

Für mich gibt es Hackfleisch mit Pommes. Beides schmeckt wunderbar. Es gibt Gäste die kommen nach uns und verlassen das Lokal wieder vor uns. So sieht es dann auf den Tischen aus.

In einer Ecke hat es einen Paravent. Hierhin ziehen sich Männer und Frauen zurück um zu Beten. Ja so ist das Leben hier. Bezahlt wird immer an der Kasse. 175 DH will der Kassier. Ich gebe 200 DH. Er bedankt sich und das war es dann. Ich bleibe stehen und warte auf mein Wechselgeld. Er sieht mich und beginnt in seiner Kasse zu suchen. Erst da wird mit bewusst, dass der Rest als Trinkgeld angesehen wird. Ich entschuldige mich und ziehe von dannen.

Unser Internetguthaben neigt sich dem Ende entgegen. Wir haben noch 500 MB zu gut. Das reicht nicht mehr weit. In Asilah haben wir am 4. Januar eine SimKarte mit einem Guthaben von 50 GB gekauft. Es scheint also, dass wir innerhalb von 10 Tagen 50 GB verbraucht haben. Ich denke eher, dass wir da über den Tisch gezogen wurden.

Ich sehe in der Nähe eine Filiale von Maroc Telecom. Der macht aber erst morgen Montag um 9 Uhr auf. Ich werde morgen als erstes dahin gehen. Wir spazieren weiter Richtung Wohnmobil. An einem Kiosk sehe ich verschiedene Telecom Signete angeschrieben. Ich frage den Verkäufer, ob er unser Internet-Guthaben aufladen könne. Kann er. Für wieviel fragt er. 200 DH sage ich = 20 GB. Er schaut sich Christa‘s Natel an, notiert etwas, telefoniert, drückt etwas auf seinem Natel und schon bekommen wir eine SMS mit der Bestätigung, dass 20 GB Guthaben aufgeladen wurden. Ich bedanke mich und wir spazieren weiter.

Nun können wir beruhigt mit unserem Enkel Nico telefonieren.

Heute kommt Tatort mit Kommissar Faber. Nicht schlecht gemacht. Christa geht danach ins Bett. Ich schreibe noch etwas an meinem Blog.

Draussen ist noch immer viel Betrieb. Wir stehen ja auch direkt an der Hauptstrasse. Kurz vor Mitternacht wird es dann ruhig.

14. Januar 2023
by admin
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Mohammedia Marokko


#logbuchjimmy2ch Tag 463
Mohammedia MA
Camping l’Ocean Bleu
80 DH + 20 DH Landstrom 10A
33.73699, -7.32367 7 MüM

Samstag, 14. Januar 2023

Ich bin schon früh wach. Um 7 Uhr stehe ich auf und drehe die Heizung auf 22°C. Draussen ist es noch stockdunkel und 10°.

Die Frontscheibe aussen habe ich gestern noch gewaschen. Aber innen ist die Scheibe beschlagen. Ich wische Sie mit einem Tuch trocken. Dann geht es schon los.

Um 8 Uhr stehen wir vor dem Pneu-Shop.

Natürlich ist noch niemand da. Habe ich mir auch so vorgestellt. Aber sicher ist sicher und ich brauche die neuen Reifen.

Um halb neun kommt die Chefin und öffnet den Tore. Wir warten auf den Mechaniker. Einer kommt. Aber das ist der falsche. Dieser ist für die Wäsche der Autos zuständig und da ist mächtig Betrieb.

Unser Mechaniker kommt kurz nach 9 Uhr. Ich erkläre ihm, dass er hinten rechts anfangen soll. Aber er meint, dass er vorne rechts beginnen werde. Nun gut, geht auch so. Er sagt mir, dass wir solange er die Reifen wechselt ins Café nebenan gehen können. Aber ich schaue dem Marokkaner lieber auf die Finger und bleibe vor dem Shop stehen. Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Schliesslich ist das Wohnmobil mein Zuhause und das braucht die 4 Räder in einwandfreiem Zustand um uns sicher von A nach B zu bringen.

Es läuft dann auch nicht alles so rund wie gewünscht. Beim ersten Rad hat er noch etwas Mühe. Vor allem das Aufziehen auf die Felge bzw. Aufpumpen stellt grosse Probleme dar. Mit einem Plastik versucht er das Austreten der Luft zwischen Reifen und Felde zu unterbinden. Das gelingt auch. Aber nun muss der Plastik der zwischen Reifen und Felge eingeklemmt ist wieder entfernt werden. Da schaue ich dann ganz genau hin. Und das nervt ihn gewaltig. Er muss den Reifen nochmals etwas von der Felge lösen. Dann klappt es und ich bin zufrieden. Auch das Auswuchten hat er im Griff.

Dann geht es zügig weiter. Als er als nächstes das Rad hinten rechts demontiert, kann ich das Reserverad unter dem Fahrzeug hervor holen.

Da staunt er. Der 2. Reifen ist aufgezogen und fertig. Ich sage ihm, dass ich den Reifen montieren werde und er sich um den Reserve-Reifen kümmern soll. Das passt ihm nicht so recht.

Kurz vor 12 Uhr sind alle Räder montiert und mit dem von mir gewünschten Reifendruck von 5,5 bar aufgepumpt. Dass er nur auf 4,5 bar aufpumpen wollte lassen wir mal beiseite.

Den Reserve-Reifen konnte ich nicht wie gewünscht unter das Auto montieren. Er hatte andere Ideen und meinte, dass das angepasst werden muss. So packe ich alles in die Garage, bezahle die Rechnung und wir verlassen den Pneu-Shop.

Bevor es auf den Campingplatz zurück geht, fahren wir noch ein Stück der Strasse entlang. Scheint alles in Ordnung zu sein.

Zurück auf dem Campingplatz mache ich mit in aller Ruhe daran das Reserverad wieder unter dem Fahrzeug anzubringen.

Halterung Marke Eigenbau – hält aber schon ein paar Jahre und hat auch den Segen des Strassenverkehrsamtes – auf jedenfalls hat dort noch nie jemand etwas dazu gesagt.

Christa macht in dieser Zeit nochmals eine Handwäsche.

Um 14 Uhr ist die Aktion Reserverad abgeschlossen und wir können entspannt noch etwas an der Sonne sitzen. Christa kocht Spaghetti-Sauce.

Gegen halb vier mache ich noch eine kurze Siesta. Danach beginne ich mit den Vorbereitungen für die morgige Abreise.