Montag, 27. Juni 2022 Ørje N – Grums S Husbilsställplats Grums 107 km 11/2 Stunden unterwegs gratis, keine Infrastruktur, Abfalleimer 59.332992 13.084063 50 MüM
Für’s Frühstück brauchen wir Milch. Die gibt es im etwa 1 km entfernten REMA 1000. Also mach ich einen kleinen Morgenspaziergang.
Kaum zurück beginnt es zu regnen, zwar nur kurz, aber ich wäre doch nass geworden.
Nach dem Frühstück starten wir die «Schleusen – Besichtigung».
Das war es. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sehen. Und so entscheiden wir weiterzufahren.
Nachdem in Drammen die Dieselpreise immer so bei 23.70 NOK lagen, sind sie seit gestern über 27 NOK. Wir haben keine Tankstelle gesehen, die darunter lag. In Schweden soll der Dieselpreis noch höher liegen. So fahren wir noch bei Circle vorbei um Jimmy’s Diesel-Tank zu füllen. Zu 26.27 NOK / Liter. Soviel habe ich in Norwegen noch nie bezahlt.
Und dann verlassen wir Norwegen und fahren um 12.45 Uhr zum 2. Mal auf dieser Reise über die «Grenze» nach Schweden.
Die nächsten 100 km fahren wir wieder durch Wald, Wald, Wald. Kommt uns irgendwie bekannt vor.
Kurz nach 14 Uhr erreichen wir unser Nachtlager, den Husbilsställplats Grums. Gefunden über Park4night und GoogleMaps.
Wir erwischen den letzten Platz in der 1. Reihe – direkt am Wasser.
Die Stühle kommen raus und wir geniessen den warmen Nachmittag draussen an der Sonne.
Im Laufe des Abends füllt sich der Platz.
Es wird frisch und wir verziehen uns nach drinnen. Ich versuche einen Film auf Youtube hochzuladen. Aber mit 3 G dauert mir das zu lang.
Sonntag, 26. Juni 2022 Drammen – Ørje N Bobilparkering Ørje 163 km 7 Stunden unterwegs mit Holmenkollen und Siesta 200 NOK inkl. Strom 59.483380 11.652562 127 MüM
Kurz vor 8 Uhr werde ich wach. Eine Stunde später stehen wir auf. Es ist bewölkt, 22°C und feucht. Sobald man etwas macht, kommt man ins Schwitzen.
Wir machen die V+E und verlassen den Campingplass Drammen kurz nach 10 Uhr. Christa fährt uns nach Oslo zur Holmenkollen Schanze.
Drammen unterqueren wir im Tunnel mit Kreisel
Kurz nach elf Uhr treffen wir am Holmenkollen ein.
Es gibt erstmal Frühstück. Dann starten wir die Besichtigung der Anlage.
Eine imposante Sprungschanze. Aber irgendwie habe ich mir das etwas pompöser vorgestellt. Vor allem der «Landeplatz».
Zu Fuss steigen wir hoch, wo alle stehen und runter schauen.
Ganz nach oben fahren wir nicht. Es ziehen dunkle Wolken auf und wir spazieren zurück.
Gerade noch rechtzeitig erreichen wir Jimmy2. Dann prasselt der Regen auf’s Dach vom Wohnmobil.
Seit Mittwoch ist der Wechselrichter/Inverter defekt. Keine 230 V mehr im Wohnmobil. Da kommt gar keine Freude auf. Vor allem wenn es darum geht einen Kaffee zu trinken.
Wir fahren weiter. Gastanken ist angesagt. Das finden wir bei OSLO LPG.
Funktioniert alles bestens. Das sollte wieder ein paar Wochen reichen.
Weiter fahren wir Richtung Lillestrøm, Fetsund und dann auf der 22 nach Mysen. Eine kurvenreiche Strecke, die nicht enden will.
Beim Erdrutsch bei Skjønhaug stürzten eine Million Kubikmeter heraus.[1] Zwölf Häuser wurden beschädigt, mehrere verletzt, vier Menschen starben und große Teile des Gebiets nördlich von Skjønhaug wurden erheblich verändert, als sich die Massen nach Nordwesten bewegten. Am Fuße des Erdrutschgebiets wurde ein Gedenkhain angelegt, in dem schiefe „Fundamente“ die Situation nach dem Erdrutsch symbolisieren. In der Erdrutschgrube selbst wurde heute eine Kartbahn angelegt. Wie das größte Erdbeben in Norwegen, das Oslo-Erdbeben im Jahr 1904, ereignete sich auch der Erdrutsch in Trøgstad während des Sonntagsgottesdienstes. Der Priester in Trøgstad hielt eine Rede, in der es um die Bedeutung einer sicheren Lebensgrundlage ging, mit Formulierungen, dass man sein Haus auf einem Berg bauen müsse.
Bei Mysen biegen wir links ab auf die E18 welche nach Schweden führt.
Um 17 Uhr erreichen wir in Ørje. Christa hat gelesen, dass es hier am Haldenkanal eine alte Schleusenanlage geben soll. Die wollen wir uns anschauen. Und so schlagen wir auf dem Bobilplassen in Ørje unser Nachtlager auf. 200 NOK inkl. Strom, V+E möglich, jedoch ohne Bodeneinlass.
Ich laufe zur Tourist Info, um mich anzumelden. Kaum im Häuschen drin öffnet der Himmel seine Schleusen. Aber nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei und ich kann ohne gross nass zu werden zum Wohnmobil zurücklaufen. Und schon öffnet der Himmel wieder seine Schleusen.
Da wir hier Strom haben gibt es nun einen feinen Kaffee aus der Kaffeemaschine.